Nach den dramatischen Euro-Rettungsaktionen im Mai 2010 lag es auf der Hand, sich noch einmal mit dem Themenkomplex “Finanzkrise” zu befassen – leider inzwischen schon fast eine never ending story, zumal ja die Rezepte zur Bekämpfung inzwischen alle auf dem Tisch liegen, nur eben kaum umgesetzt werden. Aus dem Inhalt:
- Interview mit Ortwin Runde zur Krise des Kapitalismus (S. 1),
- EU will Lobbymacht der Banken brechen (S. 3),
- Ursachen der Krise (S. 4),
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Am 1. Juli 2010 luden die Distrikte Eimsbüttel-Nord und –Süd zu einer Diskussion über eine Strategie für den Hamburger Hafen ein. Zu Gast waren der SPD-Europaabgeordnete Knut Fleckenstein und Prof. Dr. Carlos Jahn, Leiter des Instituts für Maritime Logistik an der TU Harburg und des sich im Aufbau befindlichen gleichnamigen Fraunhofer-Instituts.

Professor Jahn berichtete von einer Untersuchung, die McKinsey im Auftrag der Behörde für Wirtschaft und Arbeit durchführt und die in die Hafenentwicklungsplanung der Hamburg Port Authority (HPA) einfließt. Leider sind die Erkenntnisse derzeit noch recht abstrakt. Die Verbindungen zu China und Osteuropa sollen ausgebaut und zu Indien und Brasilien weiter erschlossen werden. Es soll Effizienzsteigerungen und Qualitätsverbesserungen entlang der gesamten Logistikkette geben. Das ist jedoch ein zweischneidiges Signal im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen – ersteres reduziert, letzteres schafft Arbeitsplätze. Ergänzend dazu sieht Professor Jahn in gesteigerten Anforderungen an Produktivität einen Antrieb für Veränderungen, zum Beispiel, vorhandene Flächen effektiver zu nutzen. Arbeitsplätze könnten auch durch den Ausbau logistischer Mehrwertdienste, z. B. Veredelung, geschaffen werden. McKinsey sehe außerdem in der weiteren Industrieansiedelung im Hafengebiet eine weitere Bindung von Warenströmen, die letztlich Arbeitsplätze schaffe.
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Wir haben alle wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt, als im Mai kurz nach dem Griechenland-Rettungspaket erst in Brüssel, dann in Berlin das Euro-Rettungspaket beschlossen wurde. Erst gab es ein langes Zaudern und Zögern, Griechenland zu helfen, und dann wurde kurzerhand ein 750 Mrd. Euro schwerer Rettungsschirm – wohlgemerkt als Sicherheit – über die Eurozone gespannt. Ein konkreter Anlass wurde zunächst nicht genannt. Es ginge nicht nur um den Schutz Griechenlands vor Spekulationen, sondern auch um die Stabilität des Euro. Den Wetten gegen den Euro sei angesichts der schlechten Haushaltslage anderer Euroländer (vor allem Spanien, Portugal, Italien und Irland) nicht der Nährboden entzogen. Allerdings war das wohl etwas untertrieben, wie sich aus dem Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) ergibt. Anfang Mai drohte das Finanzsystem zu kippen. Die Lage war ernster als nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008. Zwei oder mehr große Euro-Banken seien akut vom Zahlungsausfall bedroht gewesen.
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Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
diesmal klappt es mal wieder mit der politischen Woche. Allerdings für das nächste Pfingstwochenende kann ich das noch nicht versprechen.
Tja, was hat uns diese Woche in Atem gehalten: NRW, Griechenland bzw. der Euro (neuerdings Merkel versus Lammert in Sachen Transaktionssteuer…) und – nicht zu vergessen – die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Hier zeigt sich wieder einmal eindringlich, dass wir es mit einer Risikotechnologie zu tun haben. BP schafft es einfach nicht, die Ölmassen in den Griff zu bekommen. Paradoxerweise verzögert das Unglück aber die Verabschiedung eines neuen Energiegesetzes durch den US-Kongress. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist allerdings, dass Ansätze für eine Energiewende aus den Bundesstaaten kommen (ZEIT ONLINE vom 16.05.10).
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
schon wieder haben wir eigentlich nicht eine politische Woche, sondern zwei. Tja, diesmal lag es an Umzugshilfe am letzten Wochenende und es hat sich viel angesammelt, während Griechenland und Bischof Mixa uns immer noch beschäftigen.
Diesmal mache ich mich schon am Samstag an die Arbeit, weil ich natürlich am Sonntag im Old MacDonald die NRW-Wahl schauen will! In Hamburg wird derweil Sankt Pauli vor lauter Hafengeburtstag und Aufstiegsfeier des FC Kopf stehen, während der HSV, wie ich finde “verdientermaßen” (ich bin mir durchaus der Gefahr bewusst, von eingefleischten HSV-Fans gesteinigt zu werden…), in der nächsten Saison nicht international spielen wird.
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
die KettenreAktion hat letzte Woche so viel Vorbereitung gebraucht, dass für die politische Woche keine Zeit mehr blieb. Nun können wir uns über eine gelungene Aktion freuen. Es hat Spaß gemacht mitzumachen, auch wenn der Anlass alles andere als spaßig ist.
Die letzten beiden Wochen waren ja auch sonst alles andere als ereignisarm: Das Rücktrittsgesuch von Bischof Mixa und die Griechenland-Krise sind nur zwei große Themen. Wobei ich bei Letzterem die Aufregung nicht so recht verstehe (Anne Will läuft im Hintergrund…). Dass Griechenland nun die Hilfe in Anspruch nimmt, die neulich beschlossen wurde, ist doch alles andere als spektakulär. Und es geht (nur) um Kredite, für die die Staaten garantieren. Die zinstreibenden Spekulationen werden dagegen nach wie vor nicht eingedämmt und die Medien begünstigen das mit ihren reißerischen Artikeln. Und noch eines: Die Forderung der CSU nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone sind purer Populismus. Da hilft nur die ganz simple Gegenfrage: Wollen wir in einer vergleichbaren Situation so behandelt werden?
Was sonst noch so los war, folgt – wie immer – hier.
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
in den letzten beiden Wochen war die politische Woche ja mehr ein Themen-Special. Deshalb fasse ich diese Woche etwas weiter auf und schaue mal, was jenseits vom Tod des polnischen Präsidenten alles so am Wegesrand liegen geblieben ist.
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
diesmal “funke” ich am Montag, weil das ja noch zum gefühlten Wochenende dazu gehört. Da wir auf unserer letzten Mitgliederversammlung (u. a.) rege über das Thema “Netzpolitik” in seinen verschiedenen Facetten diskutiert haben und diesbezüglich einiges los war in der letzten Woche, konzentriere ich mich darauf. Denn vom Krieg in Afghanistan und den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche etc. haben viele sicher schon genug gelesen.
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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Niels Annen und Thomas Straubhaar haben in der heutigen Online-Ausgabe der WELT einen Kommentar zum Türkei-Besuch von Kanzlerin Merkel geschrieben. Darin teilen sie dem von Merkel propagierten Modell der “privilegierten Partnerschaft” eine klare Absage und plädieren dafür, dass Europa der Türkei eine glaubwürdige und verlässliche Option auf den Beitritt offen halten muss.

Carola EnsslenLiebe Leserinnen und Leser,
da fährt man mal in Urlaub und schon schläft die Seite ein… Deshalb meine Bitte an alle SchreiberInnen: Aktuelle Statements sind immer gefragt. Also schreibt, was das Zeug hält!
Diese Woche war für mich auch noch nicht ganz vollständig. Deshalb will ich nur einen Schwerpunkt herausgreifen, nämlich die Griechenland-Krise. Das hat mehr mit Deutschland zu tun, als wir denken.
Mit den besten Grüßen
Carola Ensslen
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